Neue Richtlinien von GS1 EPC global:
Ein Etikett optimiert Logistikprozesse und ersetzt zusätzliche Warensicherung
[16. Oktober 2009] EPC global, die Radiofrequenzidentifikation(RFID)-Initiative von GS1, hat jetzt eine neue Richtlinie veröffentlicht. Sie legt Standards fest, wie die üblichen proprietären Diebstahlsicherungstechniken durch RFID-Technologie in Ein- oder Mehrwegetiketten ersetzt werden können. Avery Dennison hat diese neuen Richtlinien als Partner von EPCglobal mitentwickelt. Das Unternehmen ist überzeugt, dass die Standards allen Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette von der Bekleidungsherstellung bis zum Einzelhandel zugute kommen werden. Durch diese Technik ist es möglich, einerseits die Logistikprozesse zu optimieren und andererseits die Warensicherung in den Läden zu gewährleisten.
Die Stärken der EPC/RFID- und der EAS-Technologie (Electronical Article Surveillance = Elektronische Warenüberwachung) sind hier in einem einzelnen Etikett vereint, ein nachträgliches Auszeichnen mit Warensicherungsetiketten entfällt. Das bringt enorme Vorteile, erklärt Paul Chamandy, Leiter der Abteilung New Business Development bei Avery Dennison: "Diese Richtlinien zeigen, wie das kombinierte RFID/EAS-System eingesetzt werden kann. In der Praxis eröffnen das eine Vielzahl von Möglichkeiten Kosten einzusparen, den Betrieb effizient zu machen und die Lagerhaltung zu präzisieren."
Und auch Chris Adcock, der Präsident von EPC global Inc., sieht in den Standards ein neues Modell, mit dem die Einzelhändler ihre Diebstahlverluste sichtbar machen und managen können. "Das System ist auf Warentransparenz ausgelegt. Damit kann der Händler Vorratsengpässe verringern, beim Kunden für positive Kauferlebnisse sorgen und so seinen Umsatz steigern."
Avery Dennison beliefert Einzelhandel, Markenbesitzer und Hersteller mit einer kompletten Serie von Tags und Etiketten, die mit der RFID-basierten EAS-Technologie ausgestattet werden können. Viele große Einzelhändler bauten bereits bei der Einführung eines globalen EAS-Programms mit Quell-Tags und bei der Umsetzung von RFID-Programmen auf Warenebene auf die Erfahrung von Avery Dennison.
Im Einzelhandel gibt es bisher verschiedene Standards für Diebstahlsicherungssysteme. Denen ist aber allen gemeinsam, dass sie dem Händler lediglich sagen, dass ein Diebstahl vorliegt, wenn ein Produkt den Laden verlässt. Sie sagen ihm nicht, was genau gestohlen wurde. Die RFID-basierte Warensicherung liefert darüber hinaus Informationen zum spezifischen Produkt. "Das bringt mehr Transparenz. Die Händler können solche Verluste jetzt schnell und exakt in den Regalen nachfüllen", meint Chamandy.
Die unterschiedlichen EAS-Technologien haben bisher die Ausstattung mit Quell-Tags zur Warensicherung behindert. Je nach Technologie, die der Händler bei der Diebstahlsicherung nutzte, musste er die Waren nachträglich und aufwändig mit unterschiedlichen Etiketten versehen. "Wir gehen davon aus, dass durch die neuen Richtlinien der Prozess einheitlicher und die Anwendung von RFID-Quell-Tags auf Warenebene vereinfacht wird", sagt Chamandy. Dabei wird der Kostenvorteil für den Händler umso größer, je früher in der logistischen Kette das Kombi-Etikett an der Ware angebracht wird.
Deshalb ist es wichtig, Lieferanten zu suchen, die über globale Ressourcen und weitreichende Erfahrung mit der weltweiten Lieferung von Etiketten als Teil eines Quell-Tag-Programms verfügen. Chamandy: "Suchen Sie sich Lieferanten, die alle RFID/EADS-Anforderungen schnell erfüllen können, und zwar von der Herstellung bis zum Verkauf."
Über die GS1 EPCglobal-Standards:
Die GS1 EPCglobal-Standards bestehen aus einer Reihe integrierter Industriestandards, die entwickelt wurden, um den Erfordernissen der Anwender, wie Identifikation von Objekten, Datenerfassung und Informationsaustausch mit allen an der Versorgungskette beteiligten Handelspartnern, gerecht zu werden. Diese Standards wurden im Rahmen der EPCglobal Inc. entwickelt.
Über die EPCglobal Inc:
Die EPCglobal Inc ist ein Tochterunternehmen der globalen Not-for-Profit Standardisierungsorganisation GS1. Die EPCglobal hilft bei der weltweiten Einführung des Electronic Product Code als Industriestandard. Dadurch wird eine akkurate, direkte und kosteneffiziente Transparenz der Informationen innerhalb der Versorgungskette ermöglicht. Weitere Informationen zur EPCglobal Inc: www.epcglobalinc.org
Über die GS1:
Die GS1 ist eine neutrale Non-Profit-Organisation, die sich um die Entwicklung und Einführung globaler Standards und Lösungen für die Versorgungskette kümmert, um deren Effizienz und Transparenz zu steigern. Die GS1 wird von mehr als einer Million Unternehmen unterstützt, die zusammen mehr als fünf Milliarden Transaktionen pro Tag mit dem GS1-Standard durchführen. Damit bietet die GS1 den weltweit meistgenutzten Versorgungsketten-Standard.
Weitere Informationen zur GS1: www.gs1.org
Über Avery Dennison Corporation
Avery Dennison ist anerkannter Marktführer in der Entwicklung von innovativen und dekorativen Kennzeichnungslösungen für Geschäftsanwendungen und Verbraucher weltweit. Die wichtigsten Produktgruppen des Unternehmens sind Materialien für selbsthaftende Etiketten, Grafikmedien, Identifikations- und Kennzeichnungs-lösungen für Bekleidungshersteller und -handel, RFID-Inlays und -Etiketten, Büroprodukte, Spezialbänder sowie besondere Etiketten für eine Vielzahl von Anwendungen im Automobil-, Industrie- und Gebrauchsgüterbereich. Avery Dennison, mit Firmensitz in Pasadena (Kalifornien), gehört mit einem Umsatz von 6,7 Milliarden Dollar in 2008 zu den Fortune 500 Unternehmen in den USA und beschäftigt rund 36.000 Mitarbeiter in mehr als 60 Ländern.
Zusätzliche Informationen unter:www.ibmd.averydennison.com
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