Oldenburger HAKA-Spezialist setzt auf Lösungen von Avery Dennison
Casa Moda deckt Etikettenbedarf weltweit durch Inhouse-Drucksysteme
Reaktionsschnell durch eigene Etikettendrucker
[10. Dezember 2007] Als Modemarke mit wachsender Kollektion und hohem Anspruch hat das Oldenburger Unternehmen Heinrich Katt GmbH & Co. KG für seine weltweite Textilproduktion mit der Hauptmarke Casa Moda einen enormen Bedarf an Bekleidungsetiketten. Dies betrifft die in den Produkten einzunähenden Pflegeetiketten wie auch die Etiketten für die Waren- und Preisauszeichnung und den Versand. Damit von Oldenburg aus bestellte Ware schnell und liefertreu zu den Kunden, in die 250 Shop-in-Shop-Präsentationsflächen sowie die mittlerweile zwölf eigenen Stores gelangt, druckt Casa Moda schon seit 15 Jahren den Löwenanteil der benötigten Etiketten zentral im eigenen Haus – auf Paxar- und Monarch-Druckern von Avery Dennison. Das Erfolgsgeheimnis ist das perfekte Zusammenspiel von leistungsfähigen Drucksystemen, hochwertigem Verbrauchsmaterial und umfassender Beratungsleistung.
Cengiz Yüksel bei der Bedienung des Paxar SNAP 500
Casa Moda ist einer der großen deutschen Spezialisten für Herrenhemden. Die Produktlinien der aufstrebenden HAKA-Marke umfassen Young-Business, Freizeit- und City-Hemden, aber auch Krawatten, Sweat-, Polo- und T-Shirts, Pullover und Sportswear wie Hosen, Jacken und Sakkos, Kappen und sogar Taschen. Mit Venti Red Label und Venti Black Label gibt es noch eine Zweitmarke für schlanke und modebewusste junge Käufer. 16.000 Teile werden insgesamt mit rund 1200 Mitarbeitern arbeitstäglich hergestellt und mittlerweile weltweit abgesetzt. Produziert wird in zwei eigenen Werken in Mazedonien und Rumänien sowie bei Auftragsproduzenten in Indien, Bangladesh, Vietnam und China. Rund 450 verschiedene Artikel – in bis zu sieben Farbstellungen – führt das Unternehmen in einer Kollektion. Zu den Kunden gehören Großabnehmer wie Kaufhof, Wöhrl, Peek & Cloppenburg und Engbers, aber auch viele mittlere und kleine Modegeschäfte.
Begonnen hatte alles 1948, als der Vater des heute die Geschäfte führenden Gesellschafters Klaus Katt begann, Arbeits- und Freizeitbekleidung unter der Marke EWO (Ernst Winter Oldenburg) zu verkaufen. 1962 startete dann die Eigenfertigung der Marke Casa Moda und zog 1987 an den heutigen Standort. Erst 2003 gab Klaus Katt dem übergroßen Wettbewerbsdruck nach und verlagerte – lange nach den meisten Wettbewerbern – die Produktion ins Ausland. Inzwischen ist mit Tochter Kerstin die dritte Generation ins Management des Familienunternehmens eingezogen.
Pflegeetiketten, Haftetiketten und die Preisauszeichnung auf Hangtags werden schon lange selbst produziert, erinnert sich Ingo Bücking, Bereichsleiter Einkauf. Die Zusammenarbeit mit Avery Dennison, damals noch Paxar, begann vor 15 Jahren, wobei die Anforderungen an die Auszeichnung der Pflegeetiketten ständig wuchs: Neue Produktionstechniken machten neue Informationsangaben nötig, neue Märkte bedeuteten neue Sprachen auf dem Etikett und der Siegeszug des Barcode verlangte die allgegenwärtigen schwarzen Striche und Balken. Schon bald erstreckte sich die Eigenherstellung auf ein großes Spektrum von Labels: Pflegeetiketten, Haftetiketten und Hangtags, aber auch Produktionsetiketten für die Logistik.
Über 200.000 Artikel werden bei Casa Moda bevorratet
In der langen Zusammenarbeit entwickelte Avery Dennison stets maßgeschneidert auf die Kundenbedürfnisse die jeweils optimale Kombination von Drucktechnik und Verbrauchsmaterial als Systemlösung. So konnte man auch technologisch immer wieder auf die jeweils aktuelle Drucktechnik von Paxar zurückgreifen – z.B. bei Textiletiketten auf die leistungsfähigen SNAP 500 Drucker. Dies war auch erforderlich, da der durchschnittliche Bedarf an Etiketten durch die Expansion der Marke auf inzwischen rund 26.000 Stück pro Arbeitstag angewachsen ist.
Hauptargument für den Inhouse-Druck war und ist die Unabhängigkeit und die Flexibilität von Casa Moda. So sehr, dass die Berechnung der Preisstelle hinter dem Komma bei der Eigenfertigung von Etiketten versus Fremdbezug nie ernsthaft zur Debatte stand: "Wenn ich übermorgen 12.000 Etiketten brauche, ist das beim externen Lieferanten nicht immer möglich", sagt Ingo Bücking, "und bei einem Kleinauftrag von 30 ist es nicht wirtschaftlich." Inhouse ist das natürlich kein Problem, lautet sein Fazit: "Egal ob Großserie oder Kleinstmenge beim Etikett, wir sind immer unabhängig und flexibel", sagt Bücking.
Einkaufschef Ingo Bücking (r.) und Etikettendrucker Yüksel
Preisetiketten werden mit der Anschusspistole appliziert
Die Etikettendruckzentrale im Oldenburger Lager wird von Cengiz Yüksel betreut. Der Mitarbeiter der EDI-Abteilung steuert den Einsatz von mehreren Drucksystemen für die Preisetikettierung, außerdem für die Barcode-Haftlabels, welche auch die Artikelnummer sowie die Angaben für Farbe, Größe und Qualität beinhalten und die Pflegeetiketten. Für letztere ist der SNAP 500 die ideale Kundenlösung, weil er die verschiedensten Arten von Textiletiketten ein- oder beidseitig bedruckt. Zum Beispiel Polyester-Satinbänder mit gewebter Kante, die besonders hautfreundlich und weich sind. Die diversen Qualitäten an Verbrauchsmaterialien gibt es auch in unterschiedlichen Breiten. Selbstverständlich lassen sich mit dem SNAP 500 auch beschichtete oder mit einem Markenlogo vorgedruckte Bänder verarbeiten; hinzu kommt der schnelle Rollenwechsel sowie die Möglichkeit, Druckfolien für verschiedene, gewünschte Farben zu bekommen.
Cengiz Yüksel ist von den Etikettendrucksystemen überzeugt: "Die Geräte von Avery Dennison decken exakt unsere Bedürfnisse bei Casa Moda ab und sind leicht zu bedienen und zuverlässig", sagt er. Ausfälle hat er in seiner Einsatzzeit hier noch nicht erlebt. "Falls das doch einmal der Fall sein sollte, steht der technische Kundendienst von Avery Dennison weltweit bereit, Störungen schnell zu beheben oder ein Ersatzgerät zu stellen", ergänzt Thomas Schmidt, der als Kundenberater für Casa Moda zuständig ist.
Wechsel des Verbrauchsmaterials beim Monarch 9830
In der Zentrale wird nicht nur die Preisauszeichnung der Lagerware vorgenommen – ständig sind über 200.000 Artikel bevorratet – sowie Nachorders von Kollektionsware gekennzeichnet. Zusätzlich wird der komplette Etikettenbedarf für Rumänien und die Auftragsproduktion in Fernost abgewickelt. Nur das Katt-Werk Moda in Mazedonien druckt alle benötigten Labels für seine Produktion in eigener Regie vor Ort. Dafür haben die Kollegen in Sveti Nikole einen Monarch 9830, zwei weitere SNAP 500 und einen Thermotransferdrucker vom Typ 676, der beidseitig und mehrfarbig sowohl Kartonetiketten als auch Textiletiketten bedrucken kann. Zum leichten Anbringen der fertigen Anhänge-Etiketten werden darüber hinaus diverse Anschusspistolen aus dem Programm von Avery Dennison eingesetzt. Ohne die stetige Funktionsbereitschaft des zuverlässigen Druckerparks käme die gesamte Fertigung von Moda zum Erliegen.
Bedarfsgerechter Etikettendruck bringt für Casa Moda noch weitere Vorteile: Da die Marke für sich ein NOS-Sortiment (never out of stock) gut gehender Artikel definiert hat, um immer lieferfähig zu sein, ist Reaktions-Schnelligkeit ein absolutes Muss, sagt Ingo Bücking. Zugute kommt der Marke auch, dass für etwa 70 Prozent der Ware die Vorab-Preisauszeichnung bereits EDV-mäßig hinterlegt ist. So kommen die Artikel bereits verkaufsfertig in den Handel und müssen im Laden nicht mehr ausgezeichnet werden. Auch Änderungen an den Produktionsaufträgen gehören immer wieder zum Alltag, sagt Ingo Bücking: Auftragsvolumen, Größenmix, Preisauszeichnung ja oder nein sowie die Höhe des Preises selbst – vieles unterliegt nachträglichen Modifikationen.
Im firmeneigenen Ausstellungsraum in Oldenburg wird auch die junge Marke "Venti" präsentiert
Weiteres Argument für die konsequente Eigenproduktion der Labels ist der angestrebte Markenauftritt. Casa Moda soll als Qualitätsmarke breiter und noch stärker wahrgenommen werden, und dafür müssen auch die Etiketten den gleichen, wertigen Look ausstrahlen, egal wo die Ware genäht und verpackt wurde. Auch aus diesem Grund produziert die Zentrale in Oldenburg sämtliche Etiketten selbst, mit Ausnahme von Mazedonien. Ingo Bücking möchte nicht riskieren, dass weit entfernte Auftragsproduzenten von schlecht arbeitenden Druckereien vor Ort mit fehlerhaften oder nicht farbgetreuen Etiketten beliefert werden.
Für das Markenbewusstsein im Oldenburger Hause wäre das fatal. Schließlich möchte das Unternehmen weiter wachsen. Und auch im Ausland will man noch stärker Fuß fassen. Zurzeit wird knapp ein Drittel der Kollektionsware außerhalb Deutschlands verkauft, hauptsächlich im europäischen Markt, in Russland und in den USA. Und auch der Eigenvertrieb soll weiter gestärkt werden: Nach dem ersten Showroom (2005, 720 m²) auf dem Düsseldorfer Messegelände sowie 2006 in der Speicherstadt Hamburg und den zwölf Stores in Deutschland und Österreich werden weitere folgen.
Über Avery Dennison Corporation
Avery Dennison ist anerkannter Marktführer in der Entwicklung von innovativen und dekorativen Kennzeichnungslösungen für Geschäftsanwendungen und Verbraucher weltweit. Die wichtigsten Produktgruppen des Unternehmens sind Materialien für selbsthaftende Etiketten, Grafikmedien, Identifikations- und Kennzeichnungslösungen für Bekleidungshersteller und -handel, RFID-Inlays und
-Etiketten, Büroprodukte, Spezialbänder sowie besondere Etiketten für eine Vielzahl von Anwendungen im Automobil-, Industrie- und Gebrauchsgüterbereich. Avery Dennison, mit Firmensitz in Pasadena (Kalifornien), gehört mit einem Umsatz von 6,7 Milliarden Dollar in 2008 zu den Fortune 500 Unternehmen in den USA und beschäftigt rund 36.000 Mitarbeiter in mehr als 60 Ländern.
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